Im September 2025 führte Sarto Photography (Mario Schneider) eine Fotoreise mit insgesamt zwölf Teilnehmenden auf die Lofoten. Eine Woche lang standen Fotografie, Natur und Gemeinschaft im Mittelpunkt – eingebettet in eine sorgfältig geplante Route durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Europas. Von den weiten Stränden Hauklands über die Fischerdörfer Hamnøy, Reine und Nusfjord bis hin zu geschichtsträchtigen Wikingerschauplätzen erlebte die Gruppe ein abwechslungsreiches Programm. Unvergessliche Höhepunkte wie tanzende Polarlichter, Begegnungen mit Einheimischen oder das gemeinsame Zubereiten frisch gefangener Fische machten die Reise zu einem besonderen Erlebnis. Dieser Rückblick nimmt dich Tag für Tag mit auf die Reise.
Samstag, 13. September – Ankunft im hohen Norden
Noch vor Sonnenaufgang startete unsere Reise in Zürich. Ein paar Stunden später landeten wir in Tromsø – der Ausgangspunkt für unser Abenteuer. Nach einer kleinen Stärkung und dem obligatorischen Bier-Einkauf am Flughafen – dort ist es tatsächlich günstiger – warteten wir eine gefühlte Ewigkeit auf unsere Mietautos. Endlich aufgebrochen, lag eine lange Fahrt vor uns: von Tromsø quer über die Inseln bis nach Leknes. Baustellen, enge Strassen und die Müdigkeit machten den Weg anspruchsvoll, aber die Landschaft entschädigte uns mit ersten Eindrücken vom rauen Norden. Einige Glückliche sichteten sogar Elche am Strassenrand. Spät am Abend erreichten wir unser BaseCamp – die traditionellen roten Rorbuer direkt am Meer. Müde, aber glücklich fielen alle ins Bett.

Sonntag, 14. September – Erste Strände, erstes Nordlicht
Der Sonntag begann gemütlich: Ausschlafen, das BaseCamp erkunden und das erste gemeinsame Gruppenfoto direkt am Wasser. Am Nachmittag lockte uns die Küste – Haukland Beach mit seinem hellen Sand und türkisblauen Wasser war unser erstes grosses Fotomotiv. Ein Kaffee im neuen Beach Café tat gut, bevor wir uns fotografisch mit Langzeitbelichtungen austobten. Danach fuhren wir weiter nach Uttakleiv Beach, wo wir mit dem Licht spielten und erste Portraits sowie eingefrorene Wellen festhielten. Als es dunkel wurde, blieb die Gruppe vor Ort, um Sternenhimmel und Nordlichter einzufangen. Zurück im BaseCamp wartete spätabends noch eine Überraschung: Die Polarlichter zeigten sich mit KP-Wert 6 besonders intensiv. Beim speichern der Bilder, übermannte Mario Schneider (Reiseleiter) die Müdigkeit – er schlief mit laufendem Laptop auf dem Sofa ein.


Montag, 15. September – Hamnøy, Reine und Å
Der Tag führte uns in den äussersten Teil der Lofoten. In Hamnøy fotografierten wir die weltbekannten roten Fischerhütten vor dramatischer Bergkulisse. Ein kurzer Stopp in Reine brachte uns nicht nur Mittagessen, sondern auch neue Perspektiven auf das idyllisch Dorf. Weiter ging es bis nach Å – den Ort mit dem kürzesten Namen der Welt und gleichzeitig das Ende der Lofoten. Dort stand eine Schwarzweiss-Aufgabe auf dem Programm: Details, Strukturen und Kontraste festzuhalten. Zur grossen Freude sahen wir von Land aus sogar Wale vorbeiziehen. Eveline und Linda nutzten die Gelegenheit für ein kleines Interview mit einer Mitarbeiterin in einem lokalen Geschäft, die aus ihrem Alltag in dieser Abgeschiedenheit erzählte. Auf dem Rückweg hielten wir nochmals in Reine – die Szenerie war einfach zu schön. Zurück im BaseCamp legte Mario Stupp erschöpft eine Sofapause ein, während Daniel den Grill anfeuerte.

Dienstag, 16. September – Wikinger und Fischer
Der Morgen stand im Zeichen der Geschichte. In Borg besuchten wir zuerst das rekonstruierte Wikingerschiff und machten eindrucksvolle Detailaufnahmen. Gleich nebenan konnten wir uns im Bogenschiessen versuchen. Danach ging es ins Lofotr Vikingmuseum, wo wir tief in die Welt der Wikinger eintauchten. Beim anschliessenden Mittagssnack stach vor allem der hausgemachte Apfelkuchen hervor. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe: Ein Teil fuhr mit Fischer Johan Mikkelsen hinaus aufs Meer. Die Überraschung war gross, als gleich zwei Fische von über 80 cm Länge an den Haken gingen – Saisonrekord! Mit Johan ging es weiter nach Nusfjord, einem der ältesten Fischerdörfer der Lofoten, das heute wie ein Freilichtmuseum wirkt. Der zweite Teil der Gruppe machte sich zeitgleich in Ballstad auf Motivsuche, mit dem Schwerpunkt „Kontrastfotografie“.

Mittwoch, 17. September – Glasbläserei & Nusfjord
Der Tag begann mit einem Besuch in einer Glasbläserei in Napp, wo wir die Kunst der Handwerkern bestaunten und feine Details einfingen. Danach ging es zurück nach Nusfjord, wo wir im Restaurant “Karoline” mit seiner Panoramaaussicht direkt am Wasser ein köstliches Mittagessen genossen. Ein Höhepunkt erwartete uns zurück im BaseCamp: Die selbst gefangenen Fische vom Vortag wurden eigenhändig zubereitet.

Donnerstag, 18. September – Henningsvær & Svolvær
Am Donnerstag entdeckten wir Henningsvær. Der kleine Ort mit dem berühmten Fussballplatz auf einer winzigen Insel bot grossartige Motive, besonders mit Drohnen aus der Vogelperspektive. Spontan liess sich sogar ein Spieler fotografieren – ein ungewöhnliches, aber starkes Motiv. Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Svolvær, der „Hauptstadt“ der Lofoten. Dort besuchten wir eine Ice Bar – kunstvoll geschnitzte Skulpturen, eisige Möbel und sogar eine Rutschbahn aus Eis sorgten für Staunen und viele Fotos. Am Abend nutzten einige noch die klare Nacht für eine kurze Nordlichttour. Parallel entschied sich eine kleine Gruppe für eine Seeadler-Safari – ein weiteres unvergessliches Naturerlebnis.

Freitag, 19. September – Fahrt nach Tromsø
Der Abschied von den Lofoten fiel schwer. Nach dem Packen und einem letzten Blick auf die Rorbuer machten wir uns auf den langen Rückweg nach Tromsø. Unterwegs legten wir einen Halt im Polar Park bei Bardu ein. Zwar blieb nur wenig Zeit bis zur Schliessung, doch wir konnten noch Polarfüchse, Bären, Rentiere und Elche aus nächster Nähe sehen. Am Abend erreichten wir Tromsø, wo ein Teil der Gruppe spät Abends noch mit der Seilbahn auf den Fjellheisen hinauffuhr. Dort oben bot sich ein grandioser Blick über die Stadt – inklusive Nordlichter.

Samstag, 20. September – Heimreise
Der letzte Morgen begann früh: Koffer packen, ein letztes Mal tief die nordische Luft einatmen, dann ging es zurück zum Flughafen Tromsø. Mit vielen Erinnerungen und unzähligen Bildern im Gepäck flogen wir nach Zürich zurück. Eine intensive Woche voller Abenteuer, Natur, Kultur und Fotografie ging zu Ende – doch die Eindrücke bleiben unvergessen.



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